Homepage der Katholischen Kirche Hemmoor

   Palmsonntag

   Ab dem 5. April können Sie gesegnete Palmzweige

    in den Kirchen abholen.

    Bitte nehmen Sie nur so viel, wie Sie brauchen und

    denken Sie auch an die anderen.

    Wir wünschen auch in dieser chaotischen Zeit

    ein frohes Fest.

 

  

   Liebe Gemeinde,

 

Wir erleben gerade eine etwas andere Zeit. Sie ist für viele eine neue Erfahrung. Sie wird erfahren als eine Zeit zwischen Angst und Sorge, zwischen Entschleunigung und Einsamkeit. Soziale Kontakte, die wir tagtäglich gewohnt sind, brechen entweder ab oder müssen über Medien aufrechterhalten werden. Besonders für ältere Menschen eine große Herausforderung.

 

Durchaus mit Spannung habe ich die letzten Wochen beobachtet. In der 2. Märzwoche wurde es immer deutlicher, dass auch wir ein-schneidende Änderungen in unserem persönlichen, beruflichen und sozialen Miteinander erleben werden. Zu dem Zeitpunkt war ich im Skiurlaub in Tirol. Und damit war ich plötzlich mittendrin in all den Maßnahmen, die in Österreich, Deutschland und anderen angrenzenden Ländern beschlossen wurden. Auf der Rückreise am frühen Samstagmorgen, wenige Stunden nachdem Tirol zum Risikogebiet erklärt wurde, wurde ich auf der Autobahn, gleich hinter der Grenze, mit Hinweistafeln begrüßt, die mich darauf hinwiesen, die nächsten 14 Tage doch bitte zu Hause zu bleiben - egal ob es gesundheitliche Symptome gibt oder nicht. Dementsprechend habe ich mir zu Hause einen Arbeitsplatz eingerichtet und schreibe nun auch diesen Artikel von hier aus.

 

Zu den einschneidendsten Auflagen in unseren Gemeinden gehört sicherlich, dass wir bis auf weiteres keine Gottesdienste mehr feiern dürfen. Dies ist aus Sicherheitsgründen und zur Vorsorge erlassen worden. Wir alle sollen möglichst wenig in einen persönlichen Kontakt miteinander kommen, um die Wege der Ansteckung zu unterbrechen. Das gilt grundsätzlich und nicht nur für Gottesdienste.


Zurzeit dürfen Sie noch gerne in unsere Kirchen gehen, alleine, mit Ihrem Partner*in oder der engsten Familie, um eine Kerze anzuzünden und zu beten. Wir haben dafür alle unsere vier Kirchen (St. Ansgar - ganztags, St. Josef - ganztags, St. Michael - Donnerstag & Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr, Heilig Geist - ganztags) geöffnet.

 An liturgischen Feiern dürfen wir zurzeit nur Beerdigungen annehmen. Die sind wiederum nur im engsten Familienkreis und direkt am Grab möglich, nicht in einem geschlossenen Raum, wie einer Kapelle. Gerne feiern wir ein Requiem, wenn sich die Situation wieder normalisiert hat.

 Die Feier der Kar- und Ostertage, auf die wir uns gerade in dieser Fastenzeit vorbereiten, werden wir ebenfalls nicht feiern können. Hier wird im Moment an verschiedenen Stellen an Vorlagen für Hausgottesdienste gearbeitet. Schauen Sie gerne auf unseren Homepages und auch auf der des Bistums nach.

  Im Hildesheimer Dom wird jeden Tag um 18.30 Uhr und am Sonntag um

  10.00 Uhr eine Hl. Messe gefeiert. Am Samstag wird um 18.30 Uhr die

  Vesper gebetet. Diese Gottesdienste werden auf der Bistumshomepage

  (www.bistum-hildesheim.de) übertragen.

   Es ist Fastenzeit. Sicherlich eine andere als sonst. Und wir müssen auf

  Dinge verzichten, die wir uns vorher nicht vorgenommen haben: sie

  werden uns auferlegt. Gleichzeitig rücken andere Brennpunkte aus dem

  Sichtfeld. Ich erinnere nur an die Flüchtlinge an den Grenzen zu

  Europa, für die eine Coronainfektion katastrophal ist.


   Bleiben wir miteinander im Gebet verbunden und denken besonders

   an die Alten und Schwachen, an alle, die in den verschiedenen

   Diensten unser Land am Laufen halten und an die Flüchtlinge in ihren

   Lagern.

   Zünden wir auch zu Hause eine Kerze an und rücken so enger

   zusammen.

 

  Bleiben Sie gesund oder werden Sie schnell wieder gesund und

  bleiben Sie behütet.


  Timm Keßler



MISEREOR-Fastenkollekte 2020
Da zurzeit alle Gottesdienste abgesagt wurden, entfällt auch die Sammelaktion. Doch die Arbeit in den Projekten geht weiter.
Bitte spenden Sie in diesem Jahr direkt auf das Spendenkonto:
MISEREOR
DE75 3706 0193 0000 1010 10
.


Der Bischof schreibt am 19. März:

Liebe Schwestern und Brüder,
die Ausbreitung des Coronavirus stellt unsere Gesellschaft vor eine der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst. Das ist sehr verständlich. Doch diese Angst soll uns nicht lähmen, sondern im Guten herausfordern. Momentan sind wir zwar gezwungen, äußerlich auseinander zu rücken. Mir kommt es aber so vor, als rückten wir in diesen Tagen innerlich zusammen.
An vielen Orten entstehen derzeit Initiativen, beieinander zu bleiben, auch wenn wir uns leibhaftig nicht begegnen können. Wir telefonieren häufiger, schreiben E-Mails und nutzen die Möglichkeiten des Internets. Junge Menschen starten Einkaufsdienste für Ältere. Unsere 119 Boni-Busse schaffen hier schon wunderbare Verbindungen.
Ganz besonders beeindruckt hat mich folgende Idee: In unserem Bistum gibt es Orte, an denen abends um 21 Uhr fünf Minuten lang die Glocken läuten. Sie läuten als Zeichen des Dankes an Gott, für seine Nähe auch in schwieriger Zeit. Sie läuten als Zeichen des Dankes an die Menschen, die sich jetzt ganz besonders um ander kümmern, zum Beispiel Ärzte und Pflegekräfte. Wie wäre es, wenn sich unser ganzes Bistum an dieser Idee anschließen würde?
Ich möchte daher alle Pfarrgemeinden einladen, in diesen schweren Wochen abends um 21 Uhr in allen Kirchen die Glocken fünf Minuten zu läuten und zum Gebet einzuladen. Ein Klangteppich des Dankes und des Gebetes läge so über unserem Bistum. Beten wir dann jede und jeder für sich, oder auch gemeinsam in der familie. Der eine betet vielleicht ein Vaterunser, der andere jenes Gebet, das ich gleich mit Ihnen und für Sie beten werde. Für einen Dritten mag das Läuten Anlass sein, sich der abendlichen Gebetszeit der Klöster, der Komplet, anzuschliueßen. So wären wir  miteinander und mit Gott verbunden.
Bleiben wir beieinander in der Sorge für die Älteren und Kranken, bleiben wir beieinander im Gebet.
Ja, wir müssen momentan äußerlich Abstand halten. Innerlich aber rücken wir mit Gottes Hilfe zusammen.

Gütiger Gott
Dein Sohn Jesus Christus ist in dieser Zeit ungeahnter Not und Ohnmacht mit uns auf dem Weg.
Wir danken dir, dass wir deine Gegenwart erfahren,
dass du zu uns sprichst durch dein Wort und uns ermutigst
und dass du die Herzen vieler zur Liebe bewegst.
Dein Heiliger Geist schenke uns Mut, Geduld und Kraft.
Auch wenn wir uns jetzt nicht versammeln können, lass uns beieinander bleiben, damit wir Hoffnung finden für die Zukunft.
Amen.

Dr. Heiner Wilmer SCJ
Bischof von Hildesheim





Netzwerk Nächstenliebe

In Situationen wie der momentanen wird deutlich, wie wichtig Solidarität und Nächstenliebe ist. Die Gefahr für alle erhöht sich durch Egoismus. Wir alle müssen Einschränkungen durch Sicherheitsmaßnahmen hinnehmen und freiwillig empfohlene Beschränkungen vornehmen.

Zeigen wir uns solidarisch in den Supermärkten, damit Desinfektionsmittel nicht gehortet werden, sondern vor allem Ware für Risikogruppen übrigbleibt.

Zeigen wir uns solidarisch im Verzicht auf Hobbies und Aktivitäten, aus Rücksicht auf andere - auch wenn ich keine unmittelbare Gefahr sehe.

Sein wir achtsam, indem wir uns und andere vor der Ansteckung schützen.

Seien wir achtsam und vermeiden den direkten Kontakt zu anderen.

Gemeinsam können wir auch in dieser Zeit dem christlichen Ideal der Nächstenliebe folgen. In welcher Form wir als Pfarrgemeinde Unterstützung anbieten wollen und wie Sie sich engagieren können, können Sie hier lesen.

 

Wir sind ansprechbar.

Wenn Sie jemanden zum Reden brauchen, wenn sie verwirrt und überfordert sind mit all den Nachrichten, Ängsten und Sorgen, schreiben Sie uns gerne oder rufen Sie an.

 Wir hören Ihnen gerne zu, schreiben mit Ihnen, schicken Ihnen gute Nachrichten oder zünden für Sie und Ihre Lieben eine Kerze an.

 Melden Sie sich! Sie sind nicht allein.  04141/9913932 (Pfarrer Keßler)

0176/71122826 (A.-L. Passior)  oder  0170/4569572 (R. Vornholt)

Unterstützung durch Einkaufsdienste

Menschen, die zur Risikogruppe dazu gehören oder in Quarantäne sind, können sich gerne bei uns melden, um Unterstützung zu bekommen. Wir organisieren gerne Einkäufe, soweit das möglich ist.

Menschen, die sich vorstellen können, Einkaufsdienste mit zu übernehmen, können sich gerne auch bei uns melden.

anna-lena.passior@heilig-geist-stade.de oder 0176 71122826

 Corona und psychische Gesundheit

Für Menschen mit Depressionen, Angsterkrankungen oder anderen psychischen Erkrankungen kann die derzeitige Situation sehr schwer sein.

Was wir füreinander tun können:

Meldet euch bei Familienmitgliedern/Freund*innen, die psychisch erkrankt sind, bleibt im Kontakt. Fragt nach, wie es ihnen geht. Seid für sie da. Bietet Gespräche an. Schreibt ihnen liebe Nachrichten. Durchbrecht die Isolation. Seid solidarisch!

 Kinderbetreuung

Unser Kindergarten "St. Nikolaus" und auch alle anderen Kitas und Schulen sind geschlossen. Die Eltern müssen arbeiten und die Großeltern sind Teil der Risikogruppe. Helft euch gegenseitig im Freundeskreis und in der Nachbarschaft. Schaut, wer Kinderbetreuung übernehmen kann. Gemeinsam schaffen wir das.








  



























    

 

 

Mein altes Handy für Familien in Not

Im letzten Jahr zum Gemeindefest starteten wir mit MISSIO die Althandy-Sammelaktion. Inzwischen konnten schon 2 Umzugs-kartons mit alten Handys an MISSIO geschickt werden.

Prälat Dr. Klaus Krämer schreibt uns daraufhin u. a.:

…Danke dafür, dass Sie mit uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen den Missbrauch an Mensch und Natur. „Wenn wir uns nicht nur digital vernetzen, sondern alle Hand in Hand gehen“ – so der Papst am Inter-nationalen Tag der Erde 2016 – „werden wir dieses Wunder sehen: das Wunder einer Wüste, die zum Wald wird….“. Danke dafür, dass Sie ein Stück des Weges in unserer Aktion mit uns gemeinsam gehen.

Die Sammelaktion geht weiter.

Althandys können in allen drei Pfarrbüros abgegeben werden.